[59] Ueber diese Expedition Näheres später in diesem Kapitel.

[60] Einem isländischen Bericht zufolge sollen einige Fischerfahrzeuge im Jahre 1756 an der Ostküste Grönlands nordwestlich von Vestfirdir auf Island geankert haben. Dies scheint jedoch nicht sehr wahrscheinlich zu sein (siehe hierüber „Geographische Zeitschrift“, Kopenhagen, Bd. 7, Seite 117 und 176).

Daß Mehrere von den im Jahre 1777 Verunglückten die Küste erreichten, wird später erwähnt werden.

[61] Diese bestanden wahrscheinlich aus: 9 Hamburgern, 8 Engländern, 7 Holländern, 2 Schweden, 1 Bremenser und 1 Dänen.

[62] Hier kam es übrigens häufiger vor, daß Schiffe im Eise stecken blieben, ohne daß es ihnen so schlimm erging wie den Unglücklichen im Jahre 1777. Als Beispiel unter den vielen Fällen mag erwähnt werden, daß im Jahre 1769 vier Schiffe Anfang Juli ungefähr auf dem 76° N. Br. im Eise stecken geblieben und bis zum 16. und 19. November auf den 69° N. Br. hinabgetrieben sein sollen; alsdann arbeiteten sich zwei aus dem Eise heraus, während über das Schicksal der anderen beiden nichts verlautet.

[63] Hiervon waren wahrscheinlich 6 Holländer und 6 Deutsche (Hamburger). Die Mannschaft bestand größtentheils aus Dänen von den Inseln an der Westküste von Jütland und Schleswig, sowie aus Holsteinern.

[64] Zwei Schiffsbesatzungen retteten sich auf zwei Schiffe, die später glücklich aus dem Eise heraus kamen.

[65] Von einer Abtheilung von 160 Mann, die schon am 30. September auf dem 64° N. Br. ihre Zuflucht zum Eise und zu den Böten nehmen mußten, sollen ungefähr 24 Mann etwa auf dem 63° N. B. den Versuch gemacht haben, die Ostküste Grönlands zu erreichen, man hat aber später nie wieder von ihnen gehört.

[66] Wenn Julius Payer in seiner übrigens sehr unkorrekten Notiz über diese Eisfahrt (Payer: „Die österreichisch-ungarische Nordpolexpedition in den Jahren 1872-1874 u. s. w.“, Wien 1876, Seite 481) glauben zu machen scheint, daß die geretteten Mannschaften (die er irrthümlich auf 12 schätzt) an der Westküste wie bei ihrer Heimkehr nach Europa schlecht aufgenommen und behandelt wurden, so entbehrt dies jeglicher Begründung und ist übrigens kräftig widerlegt und hoffentlich für immer niedergeschlagen durch Kapitän C. Normann in seinem eingehenden Artikel, der in der „Geographischen Zeitschrift“ Bd. 2, Kopenhagen 1878, Seite 49-63 gedruckt wurde, und in welchem er eine Zusammenstellung und einen Auszug aus den zahlreichen älteren, hiervon handelnden Berichten giebt. Das Meiste des hier Angeführten ist diesem Artikel entnommen.

[67] Also ungefähr auf derselben Stelle, wo die Walfischfänger im Jahre 1777 stecken blieben.