5 Taschenkompasse.
3 Aneroidbarometer von Perken, Son & Rayment in London.
1 Hypsometer oder Kochbarometer mit zwei dazu gehörigen feinen Thermometern. Das Prinzip dieses Barometers beruht auf einer genauen Bestimmung von dem Siedepunkt des reinen Wassers, der sich ja bekanntlich mit dem Luftdruck verändert und infolgedessen auch mit der Höhe. Ich fand dies Barometer sehr bequem, und infolge seines unbedeutenden Gewichts eignet es sich ganz vorzüglich für eine Expedition wie die unsere, wo ein Quecksilber-Barometer selbstverständlich zu schwer und zu umständlich zu transportiren ist.
6 Schwingethermometer. Diese sind darauf eingerichtet, an eine Schnur gebunden und mit großer Schnelligkeit in der Luft herum geschwungen zu werden. Hierdurch kommt die Thermometerkugel mit so viel Luft in Berührung, daß die Einwirkung der Sonnenstrahlen auf sie verhältnißmäßig gering wird, und man so mit Leichtigkeit selbst mitten im Sonnenschein die Temperatur der Luft messen kann.
Bindet man einen ganz dünnen Stoff wie Gaze oder dergl. über die Kugel eines Schwingthermometers, so hat man, indem man diesen Stoff anfeuchtet, ein gutes Mittel, den Feuchtigkeitsgrad der Luft durch Vergleichung mit einem andern Thermometer zu messen.
1 Minimumthermometer und
1 Spiritusthermometer.
4 Ankeruhren, sog. Halbchronometer; gewöhnliche Taschenchronometer eignen sich kaum für derartige Expeditionen, da sie in gewissen Stellungen leicht stehen bleiben. Wir hatten übrigens ein merkwürdiges Unglück mit unseren Uhren, indem eine infolge eines Falles stehen blieb, — eine zweite ging, wahrscheinlich aus demselben Grunde, ein wenig unzuverlässig, — eine dritte, nämlich eine ältere, mir gehörige Uhr, blieb wahrscheinlich infolge von Schmutz stehen, — nur die vierte hielt sich die ganze Zeit hindurch gut und erwies sich als vorzügliche Uhr.
Ich glaube, daß die Expedition in betreff der Instrumente besonders gut ausgerüstet war, und dies hatten wir im wesentlichen Herrn Professor H. Mohn, dem Direktor des meteorologischen Instituts in Kristiania, zu verdanken. Mit unermüdlichem Eifer nahm er sich unserer wissenschaftlichen Ausrüstung an, und wenn wir werthvolle Observationen zu machen im stande waren, so haben wir ihm dafür zu danken.
Infolge einer Aufforderung von Professor Petterson in Stockholm nahm ich die nothwendigen Instrumente mit, um für ihn auf der Reise Luftproben zu sammeln. Diese Proben werden in einer Menge mittelgroßer Glascylinder genommen, die sorgfältig von Luft gereinigt und zugeschmolzen sind. Sobald sie geöffnet wurden, füllten sie sich natürlich sogleich mit Luft, und wenn man sie dann sorgfältig zuschmilzt, was vermittelst einer Spirituslampe und eines eigens dazu eingerichteten Blaserohrs leicht geschehen kann, so enthalten sie Luft, die man nun so weit man will transportiren kann.