[52] F. v. Lütke Ermans Archiv, Bd. III., Seite 446–464, 1843.
[53] Ueber die verschiedenen Formen des Wurfbrettes bei den Eskimos siehe Masons Abhandlung darüber: Annual Report etc. of Smithsonian Institution von 1884, Part II., Seite 279.
[54] Dort oben haben sie den ganzen Winter viele Seehunde auf dem Eise fangen können und dies ist eine Fangart, die sie höher im Norden erlernt haben müssen, und die dort ihre Hauptfangart gebildet hat.
[55] Gustav Storm, Studien über die Vinlandsreisen u. s. w. Jahrbücher für Nordische Alterthumskunde und Geschichte 1887, Kopenhagen 1888, Seite 56.
[56] Ueber das Zusammentreffen mit den alten Norwegern besitzen auch die Eskimos selber mehrere Sagen. Siehe Rinks eskimoische Sagen und Märchen.
[57] Man hat gewöhnlich aus der Flóamannasage den Schluß ziehen wollen, daß der früher bereits erwähnte Thorgils Orrabeinsfostre bereits um das Jahr 1000 die Eskimos an der südlichen Ostküste Grönlands getroffen haben soll, indem die dort erwähnten „Zauberinnen“ solche gewesen sein müssen. Schon Professor Storm hat darauf aufmerksam gemacht (Studien über die Vinlandsreisen, Sonderdruck, Seite 56), daß der abenteuerliche Charakter dieser Sage uns nicht gestattet, einen Schluß nach dieser Richtung hin zu ziehen. Man darf auch nicht vergessen, daß die Handschrift des ersteren aus dem Jahre 1400 stammt, also lange nach der Zeit, in welcher die Norweger mit den Eskimos an der Westküste zusammentrafen. Selbst wenn mit der Zauberin wirklich Eskimos gemeint sind, was höchst zweifelhaft ist, so kann dies eine spätere Hinzufügung sein.
[58] Holm, Mittheilungen über Grönland, Bd. 10, S. 58.
[59] Die ursprünglichen Frauenpelze pflegten nach unten zu in eine Schnippe auf dem Magen und eine auf dem Rücken zu enden, die einem Schwanze glich. Etwas Aehnliches scheint auch bei den Kamtschadalen oder Itelmernen gebräuchlich gewesen zu sein; Steller erwähnt, daß die Kuklanka der Frauen mit einem Schwanz versehen sei. Er erzählt auch, daß die Itelmerner Winter- und Reiseschuhe haben mit Sohlen aus Seehundsfell und das übrige aus Rennthierfüßen. Diese heißen Kamas, was ihm einen Anklang an das grönländische „Kamikker“ zu haben scheint.
[60] Zuweilen benutzt man auch das Fell des blauen Seehundes (phoca barbata) oder das des Ringseehundes phoca foetida. Das Erstere ist das stärkste von allen Seehundsfellen, aber diese Seehundsart findet sich auf der Westküste nur sehr selten; an der Ostküste dagegen ist sie die gewöhnlichste von allen, weswegen das Fell sehr häufig für die Kajaks verwendet wird.
[61] Dieselbe pflegt aus dem ganzen Fell eines jungen Ringseehundes (Phoca hispidia) gemacht zu sein, das enthaart, aufgepustet und dann getrocknet wird. Der Fangriemen besteht aus dem Fell der Bartrobbe, Phoca barbata (Ugsuk), das in dünne Streifen geschnitten wird. Für noch besser sieht man die Haut des jungen Walrosses an.