Wir kehrten nach dem Zelt zurück, wo das Frühstück auf uns wartete. Nach dem Frühstück gingen Sverdrup und ich auf Schneeschuhen voran, um einen Weg zu suchen. Die Anderen sollten versuchen, uns mit den vier Schlitten, so weit sie konnten, zu folgen und an dem letzten Bergrücken, den wir zu sehen vermochten, Halt machen. Wir hielten nördlich von dem Terrain, in das wir gestern Abend hinabgestiegen waren, und da der Wind uns half, ging es in sausender Fahrt dahin auf unseren glatten Eichen-Skiern.

Aussicht vom Lande westlich von Kangersunek-Fjord über die Gletscher.
(Vom Verfasser nach einer Photographie.)

Wir kamen so weit, daß wir in den mit Gletschereis angefüllten Fjord hinabsehen konnten, und noch immer war das Terrain einigermaßen günstig. Dann aber begannen die Spalten wieder. Im Anfang liefen sie alle in paralleler Richtung, ohne sich zu schneiden, und wir kamen über eine ganze Anzahl glücklich hinweg. Dann aber gelangten wir an ein ganz unmögliches Terrain, wo breite bodenlose Spalten einander nach allen Richtungen hin schnitten. Das Eis ragte wie kleine viereckige Inseln zwischen den tiefblauen Abgründen empor. Ein mehr zerrissenes Eis ist wohl nirgends zu finden. Es lag klar auf der Hand, daß wir hier nicht weiter kommen konnten. Wir krochen in den Schutz einer zugefrorenen Spalte und nahmen unsere Mittagsmahlzeit ein, während die Sonne ihr Bestes that, um uns unser Daheim so angenehm wie möglich zu machen.


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