Dort ganz im Westen, sind das der Valsberg und die Bråkdalshöhe, wo Per Gynt hauste? Dann sind das in der Mitte wohl Smiuhammer und die Rondvaßhöhe mit den jäh abfallenden Hängen. Aber Diger-Ronden selbst und Hög-Ronden sieht man nicht, die liegen hinten. Hier vorn im Osten ist die Illmannhöhe.
Was für Berge! Sie tauchen fast zu plötzlich auf, nach dem kurzen Aufstieg vom Tale. Die Brust weitet sich, der Mut und die Schwingen wachsen.
Über welche Flächen schweift hier das Auge! Man fühlt sich so leicht, als könne man fliegen, und die Gedanken schwimmen in der blauen Luft bis weit nach Norden zu den festen Linien der Rondeberge.
Nach allen Seiten dehnt sich die Bergweite — die Täler wie schmale Risse in den Gebirgsflächen. Tief dort unten windet sich der Fluß des Menschenlebens, weit, weit weg von hier oben. Hier atmet man frei, hier bietet sich Ruhe für Auge und Herz.
Doch andere Bilder tauchen auf — aus weiterer Ferne.... Festungen, Schützengräben — Berge von verstümmeltem Menschenfleisch.
Nein, nein, dem Furchtbaren da draußen entkommt man nicht, auch hier nicht! Nirgends gibt es Frieden.
In all das, was man sieht, klingt der Jammer von Millionen von Frauen hinein, die alles verloren haben — den Geliebten, den Gatten.... Man sieht verzweifelte Mütter nach ihren Söhnen suchen, ergraute gebeugte Väter nach der Hoffnung ihres Stammes....
Ein Alpdrücken des Wahnsinns!.... und niemand kann es aufhalten — niemand.
Schon erbeben die Grundlagen der Gesellschaft.... Die Völker Europas — die „Träger der Kultur“ — fressen einander auf; sie zertrampeln die Kultur, sie legen Europa in Ruinen — wem zum Vorteil?