Das hatten wir uns nicht gedacht! Da war es auch kein Wunder, daß die Schneeschuhe etwas mühsam geglitten waren. Aber durstig und müde waren wir, und wir tranken sofort mehrere Krüge Milch aus.

Dann lud ich Halvor zum Abendessen ein; es gab frischgebratene Koteletten und allerhand leckere Dinge. Halvor stocherte in dem Essen herum und aß nur wenig. Ich versuchte auch ein wenig zu essen, aber es ging nur langsam, und beide plauderten wir, um unsern Zustand zu verbergen. Die Sache war die, keiner von uns konnte essen. Wir waren in der Kälte zu schnell gefahren, und dann hatten wir wohl auch zu viel kalte Milch auf einmal hinuntergestürzt.

Nach Island und Jan Mayen

Kristiania, Juli 1900.

Der Ausdauer Dr. Johan Hjorts ist es endlich gelungen, den norwegischen Staat zum Bau eines eigenen Dampfers für Meeresforschung zu bewegen. Wenn man daran denkt, welche tiefe Bedeutung die Verhältnisse des Meeres und ihre Veränderungen für unser ganzes Land und nicht zum wenigsten für den Fischfang haben, so muß man sagen, daß es hohe Zeit war.

Der Dampfer ist „Michael Sars“ getauft, nach unserm großen Bahnbrecher in der Meeresforschung; er soll jetzt auf seine erste Fahrt hinaus. Hjort hat mich gebeten, daran teilzunehmen, um mit Björn Helland-Hansen die physischen Untersuchungen auszuführen. Er selbst will das Tierleben und die Fischereiuntersuchungen übernehmen und Håken H. Gran die botanischen Untersuchungen. Kapitän G. Sörensen soll den Dampfer führen.