Nun wird in der Maschine wieder volle Fahrt signalisiert. Der Nebel hat sich etwas gelichtet, die Schraube dreht sich in gesteigertem Tempo; es geht neuen Zielen zu.
Setze Segel für den Tag der Arbeit, hinaus aus dem naßkalten Nebel! Sie lebten ihr Leben und erfüllten es mit Abenteuern, laßt auch uns unser Leben leben.
* *
*
Am Nachmittag endlich entdecken wir plötzlich Land vor uns. Es ist der Fuß einer senkrechten Bergwand unten an der Meeresfläche, der aus dem Nebel hervordunkelt.
Es ist Kap Nord, gerade das, was wir erwarteten. Wir sind in der Tat nicht weit davon entfernt. Nun wissen wir, wo wir sind, und da geht es weiter. Eine felsige Landzunge nach der andern tritt hervor, senkrechte Basaltwände. Wir sahen in den Jökullfjord und in den Isafjord hinein. Der Nebel lag auf allen höheren Bergspitzen, aber hier und da leuchteten Firne und Gletscher aus den Nebelmassen hervor. Von Nordosten ging eine frische Kühlte.
Ein Blick in den Önundarfjord hinein. Wild und zerrissen ist er, aber jetzt ansprechender als das letztemal, als ich im Sturm dort war, im Monat Mai vor zwölf Jahren, und die Berge mit Neuschnee bedeckt waren.
Draußen begegneten wir Ellefsens fünf Walfischfängern, starken, kleinen Schiffen, die sich gut auf den Wellen schaukelten, Schaum am Bug.
Gegen Mitternacht ging es in den Dyrafjord hinein, aber ich erkannte ihn nicht wieder. Der spitze Kegel dort war wohl die Myrumkuppe, die Häusergruppen an Steuerbord mußten Högatal sein, aber ich entsann mich nicht, daß es so bewohnt war.
Dort vorn erstreckt sich eine flache Landzunge, soweit wir das im Dunkeln durch das Fernrohr erkennen können. Ja, nun kenne ich mich wieder aus, das ist Thingeyre. Aber auch dort scheinen jetzt mehr Häuser zu stehen, als ich in Erinnerung habe.
Wo ist Bergs Haus? Es muß wohl weiter da drinnen liegen. Ja, dort liegt auch ein Dampfschiff vor Anker. Das muß einer von seinen Walfischfängern sein. Nein, das ist ja eine Fabrikesse. Nein, es ist doch ein Dampfer mit Schornstein.