Die Ritte dort am schönen Fjord entlang über die ebenen Gebirgsflächen, die grünen Täler, die muntere Fahrt, das ansteckende Gelächter, die schneeblinkenden Berge und weit draußen das glitzernde Meer. Und das Leben wurde jung und frei.... Man hatte das Gefühl, als könne man sich hier für die Dauer niederlassen.

Und dann diese guten prächtigen Menschen, die unter freien Verhältnissen aufgewachsen sind.

Man schließt die Augen und sieht Sonnenblicke über grünen Lehnen — schroffe Basaltwände darüber — niedrige isländische Bauernhöfe — Isländer, die Heu einbringen — eine graue, schlichte Kirche — draußen seewärts der Fjord. Vorn eine Reiterin, die in frischem Trab anführt, und hinterdrein eine Reihe Reiter und Reiterinnen, und blaue Augen, die vor Freude blitzen.

Das Bild wechselt — und in wilder Karriere rast eine ganze Schar im Wettrennen über den flachen Sandstrand, wo die Wellen die Pferdebeine umspülen. Das Getrappel der raschen Pferdehufe klingt hart und taktfest. Über den Himmel ziehen Gewitterböen, mit Nebel und Regen im Gebirge, während die sinkende Sonne über den Meeresrand durch Gewitterwolken einen Lichtstreifen auf glitzernde Wellen wirft. Hei, Mann, ist das Leben schön und gesund!

Unter mir aber erklingt das einförmige Stampfen der Maschine, die uns unbarmherzig nach Osten und nach Norden in den Eismeernebel hineinführt.

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Das Wetter hat sich wieder aufgeklärt. Der Gletscher am Land südöstlich von Kap Nord leuchtet uns am Nachmittag entgegen, halb bedeckt von Nebelwolken. Es war wie ein Gruß vom Franz-Joseph-Land: die schroffen, schwarzen Basaltwände unten, darüber die große ebene Schneefläche und dann der Gletscherkamm, der oben im Nebel verschwand.

Nun ging die Sonne im Meere unter; ein glühendes Stück Regenbogen in einer blauen Gewitterwolke über den Berggipfeln; und dann einen kurzen Augenblick, als die Sonne sank, die Wolken dort in Purpurglut und die Bergspitzen blau, die See dunkel und frisch in der Brise und der Rauch vom Schornstein wie eine rotgelbe Wolke, während im Nordwesten, wo die Sonne verschwunden war, der ganze Himmel ein gelbroter Brand über dunkelblauem Meere war.

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Es ist Mitternacht. Die See rollt blank und grün. Berge und Gletscher im Süden stehen düsterblau und scharf. Kalte Schimmer von Schneeflecken heben sich von einem dunkeln grünblauen Himmel ab. Island und der Dyrafjord sind in Nacht gehüllt, aber im Norden träumt noch der Himmel gelbrot und spiegelt sich in blanker See. Es ist Zeit zu schlafen.