Zuweilen, wenn ich im Walde sitze und du lautlos herangeschwebt kommst und dich auf den Ast über mir setzst und den Kopf schief hältst und herabsiehst, dann ist es, als müßtest du unbedingt etwas sagen. Aber dann fliegst du wieder weiter zum nächsten Baum, ehe du es gesagt hast. So geht es wohl auch mit uns. Wie oft finden wir keinen Ausdruck für das, was auf dem Grunde unserer Seele liegt und am tiefsten in uns ertönt......

Ab und zu kommt etwas wie der Versuch eines kleinen kühlenden Hauches. Es rauscht schwach in den Baumwipfeln und zischelt leise im Farnkraut. Aber es ist nur wie ein Luftschöpfen, und dann ist wieder alles still.

Oben zittert der Waldhang in der Sonnenhitze, wie er es Jahrtausende getan hat, und die Insekten summen ihre alte ewige Lebensmelodie. Dann fährt ein größerer Käfer in dürres Laub und raschelt darin. Der Kopf sinkt tiefer; ach, es ist so schön zu sitzen — wahrhaftig.....

Aber auf einmal fahren wir in die Höhe und ergreifen das Gewehr. Hat jetzt doch der Hund in der Mittagshitze den Hasen aufgestoßen!

In voller Jagd geht es aufwärts. Alle Schläfrigkeit und Müdigkeit sind wie weggewischt.....

* *
*

Auf dem Heimweg. Es dunkelt. Auf einmal stehen wir am Abhang. Dort unten liegen die Ormanhütte und der Sörkjesee. Draußen nach dem Auslauf zu glitzert ein Wasserstreifen im Mondschein, ebenso gerade unter uns in der Bucht. Über dem See ein leichter Silberschleier, oben auf dem Blegipfel eine dichte, weiße Wolke. Darüber groß und rund der Mond. Die Berge dunkel, tiefblau.

Über allem der große Weltraum, unendlich und blau, — nur vereinzelte flimmernde Sterne. Im Osten blinkt gelb der Jupiter, gerade über dem Bergkamm von Synhövd.

Wie hoch wölbt sich heute abend der Himmel! Man sieht die Erde wie einen Punkt im Weltraum schweben.