Die Leier lag zu seinen Füßen,
Und dicht das Sträußchen rosenroth,
Der schöne Kopf auf grobem Kissen:
Der brave Invalid war todt. —
Holdes Blümlein, Du willst nützen?
Auf der weiten grünen Au?
Sieh’, die Sonne scheint so golden,
Und der Himmel, er ist blau!
Hohe Pläne, kühne Pläne
Werden Dir das Blut erhitzen,
Holdes Blümlein, um Dich schau:
Pläne werden meistens grau.
Röselein sich tiefer bückte:
Was das kleine Herz entzückte,
Kalter Zweifel will’s ihm rauben!
„An das Schöne will ich glauben“
— Sprach es — „ob auch Blättlein sich entlauben!“ —
Und dem Röslein Alles glückte.
Auf und nieder steigt die Welle,
Auf und nieder steigt die Nacht,
Und der Sterne Glanz und Pracht
Wechseln mit des Tages Helle.
Ew’ger Wechsel, Nacht und Helle,
Grüne Matten, dunkler Schacht,
Sprich, was siehst Du auf der Wacht?
Steigend auf die festen Wälle?
Moder, aus den Grüften,
Blumendüfte in den Lüften,
Manchen Geist, ach, schwergeprüften.
Eine Welt, die Alles preist,
Was da Glanz und Schimmer heißt,
Und das Böse vorwärts reißt! —