Die Katze webt im Dunkeln
Ist Königin der Nacht,
Doch Nachtigall trotzt singend
Nächtlich der finstern Macht.
Die Dichter alle dichten,
Trotz Nacht, Verrat und Spott,
Inmitten ihrer Feinde
Ruhig getrost auf Gott! —
Von jedem Platz der Erde,
Von dem er nicht verbannt,
Hat stets der wahre Dichter
Sein Veto ausgesandt.
Und Beide, Beide hören
Zu singen niemals auf:
Ihr Katzen und Philister,
Mein Ehrenwort darauf! —
[Das Burschenlied.]
Die Poesie ist ein Gebiet,
Wo alle Blüthen treiben.
Jetzt soll ich gar ein Burschenlied
Für die Studenten schreiben.
Wohlan, es sei, ich fange an,
Und schreib’, so gut ich schreiben kann.
Ich lob’ mir die Studentenschaft,
Die brav, fidel und bieder,
Mit hellem Geist und Muth und Kraft
Hoch hält die deutschen Lieder.
Mit Liedern zieht er in die Welt,
Ein solcher Bursche ist ein Held.
Im schmucken, reichgestickten Kleid,
Mit Humpen und mit Degen
Ist gern gesehn er weit und breit,
Auf allen deutschen Wegen.
Ein solcher Bursche ist ein Held,
Er zieht als Sieger durch die Welt.
Und zeigt man ihm ein böses Weib,
Die Braut ihm zu ersetzen,
Weicht tausend Schritte er vom Leib,
Er läßt sich nichts verhetzen.
Mit achtzehn Jahr’ hat er gefreit,
Und damals war er grundgescheidt.