Die Sonne ist gesunken,
Die Senner gehn nach Haus,
Zerlumpte, bleiche Leute,
Sie sehn gespenstisch aus.

Ihr schönen grünen Tannen,
Ihr glänzt im Abendroth,
O wollte Gott, so hinge
An euren Zweigen Brot!

[Was ist das Beste?]

Ein Liedlein tönt von Ferne:
Was ist das Liebste Dir? —
Die Augen und die Sterne,
Sie sind das Liebste mir.

Ein Liedlein tönt von Ferne:
Was ist das Schönste hier? —
Das Schönste und das Liebste,
Das ist der Himmel mir! —

Und sprich, was ist das Größte
Und Allertreu’ste Dir? —
Das Größte ist der Glaube,
Das Treu’ste Tugend mir.

Und weiter tönt es ferne:
Was ist das Beste hier?
Das Beste ist die Mutter,
Das Allerliebste mir!

Kennst Du das Land
Wo die Lianen blühn
Und himmelhoch
Sich rankt des Urwalds Grün?
Wo Niagara aus dem Felsen bricht,
Und Sonnengluth den freien Scheitel sticht? —

Kennst Du das Land
Wohin Märtyrer ziehn,
Und wo sie still
Wie Alpenröslein glühn?
Kennst Du das Land, kennst Du es nicht?
Die zweite Heimath ist’s, so mancher spricht!