[Stimmung.]

Düster liegt die Welt mir da,
Wie ein ödes Meer.
Und der Abgrund ist so nah,
Und er reizt mich sehr.

Drin vergessen und versenken,
Selbst das Schöne mit,
Nichts mehr fühlen, nichts mehr denken,
Erde, wir sind quitt! —

Keine Lust ist’s, keine Wonne,
Aber mehr als das! —
Keinen Schatten, keine Sonne, —
Keine Lieb’, kein Haß! —

In dem Nichts die Freiheit lieget,
Nicht Notwendigkeit —
Und von fern es schon besieget
Alles „Muß“ und Leid.

Düster liegt die Welt mir da,
Wie ein ödes Meer,
Aller Welten End’ ist nah,
Und es reizt mich sehr.

[Ein Frauenbild.]

Auf dem weichen grünen Rasen
Kniet ein Frauenbild,
Ihre Arme gegen Himmel,
Lächelt sie so mild;

Sanft sich ihre Lippen regen,
Lispeln hörbar kaum,
Ihre Blicke schweifen trunken
In des Himmels Raum!

„Großer Gott, Du hast willfahret
Meinem still’ Gebet,
Großer Gott, nur Dank und Freude
Sei von Dir gefleh’t.“