Selbst noch eine Menschenblüthe,
Trug ich Kummer im Gemüthe,
Groß genug für eine Welt.

Jeder Wahn, der sie bethörte,
Den sie — grausam — hoch verehrte,
Diese kleine Menschenwelt. —

Sieh, er ward in mir zur Wunde,
Blutend, schmerzend, Tag und Stunde,
Immer tiefer dringend ein. —

Fremden Haß und eigne Schmerzen,
Trug ich in dem weichen Herzen,
Wandte aufwärts meinen Blick:

Helfen möcht’ ich, lindern, retten,
Glück an dieses Weltall ketten,
Rosig bilden sein Geschick.

Diese Freuden, diesen Segen,
Betend sich die Lippen regen,
Gott mich’s ahnen ließ!

[Innere Stimme.]

Der sonnige Morgen, der bläuliche Teich,
Die lock’gen bethaueten Reben,
Sie spiegeln mir wieder, an Reizen so reich,
An Wundern, das herrliche Leben.