Willst Du nach den Sternen fragen,
Werden sie Dir Antwort sagen?
Schönheit freilich ist es nicht,
Was nur aus dem Staube spricht;
Schön ist nur das Große, Reine,
Meer und Feuer, Sonnenschein, —
Schön ist auch Vergißmeinnicht,
Und ein treues Augenlicht!
Alles Gute, Freie, Biedre!
Aber alles andre Niedre,
Häßlich, scheußlich, ekel ist:
Duftig nimmer ist der Mist. —
[Hoffnungsschimmer.]
Hoffnungsschimmer, Licht des Lebens,
Lösche niemals gänzlich aus,
Dunkler wird’s sonst in dem Herzen
Als im düstern Erdenschooß!
Sieh der Frühling ist Dein Abbild!
Wenn das erste Grün ersprießt,
Dann die Seele, hell vor Freuden,
Dich in ihre Arme schließt.
Lockst selbst Kinder in die Weite.
Sei ihr Wünschen auch gering,
Sei’s auch nur ein kleines Blümlein,
Dem das Aug’ mit Lieb’ anhing.
Sprichst Du nur: ihr werdet’s finden,
Freudig sind sie gleich bereit!
Liebe Hoffnung täusch’ sie nimmer,
Mit den Kindern hab’ Mitleid!
Leucht’ auch mir voran auf Erden,
Leit’ mich bis zum Jenseits hin,
Zum Gestade voller Hoffnung, —
Wo enthüllt der Hoffnung Sinn!