Ich will’s der Menschheit singen,
Daß Du die Welten lenkst,
Daß Du das Licht erschaffen,
Daß Du die Meere tränkst.
Daß Du im tiefsten Abgrund
Das kleinste Wesen nährst,
Daß Du vom tiefsten Kerker
Den stillsten Seufzer hörst!
Daß Du mit Deiner Schöne
Die Sonnen hast geschmückt,
Doch auch das kleinste Blümlein
An Deine Brust gedrückt;
Bevor Du sie erschaffen
Bevor Du uns sie giebst,
Nimmst Du die kleine Blüthe
Und zärtlich Du sie liebst!
Du giebst ihr Glanz und Leben,
Du machst sie zart und schön,
Du giebst ihr Licht und Sonne,
Und läßt sie Sonnen seh’n.
Daß Du die blauen Himmel,
Die goldnen Sterne schufst,
Daß Du mit Deiner Stimme
Der Berge Echo rufst:
Damit man endlich wisse
Daß jeder Laut Dir kund,
Daß unterdrückter Seufzer
Durchdringt der Tiefe Grund;
Durchdringt der Meere Klippen,
Dringt hin zum Himmelszelt,
Zu Gott dem Allerhöchsten,
Dem Schöpfer aller Welt;
Daß er den Seufzer stille,
Dem Schwachen Kraft verleih’,
Daß er das Recht bewähre,
Der Unschuld Schutzfels sei.