„Ist dies der Lohn für alle Müh’,
Für Wirklichkeit und Poesie?
Wen kümmert’s wohl, wer steht mir nah,
Steht Alles nicht noch feindlich da?“

Da horch, da sieh! Was sprengt heran?
Welch prächtiges, glänzendes Viergespann!
Apollo selber im Sonnenwagen:
Kannst Du Dich jetzo noch beklagen?

[Unter den Linden.]

Die Blätter der Bäume fallen
Die herrlichen Linden entlang,
In allen Farben und Formen
Bestreut ist der reizende Gang.

Ihr Blätter und Bäume und Menschen,
Verschieden an Farbe so sehr:
Ein Windstoß weht Alles zusammen,
Man merkt keinen Unterschied mehr!

[Edelweiß.]

Von den höchsten Bergen
Kommst Du so weit her!
Weiße, sammtne Blume
Intressirst mich sehr.

Hast gar viel gesehen,
Fels und Berg und Thal,
All’ die grünen Seen,
Wunder ohne Zahl.

Und des Eises Grotte,
Und des Gletschers Wand,
Rauschende Luzzine,
Schwarz und weiß genannt.