Daß der geschliffene Smaragd, mittels dessen Nero die Zirkusspiele besah, ein Spiegel war, hat schon Lessing nachzuweisen gesucht: Lessing, Antiquarische Briefe. 45. Die Erzählung kommt bei Plinius vor (Nat. hist. XXXVII. S. 84. Sillig).

[811] Sie werden neuerdings als nicht echt betrachtet (E. v. Lippmann).

[812] Nach einer Untersuchung von H. W. L. Hime (R. B. Essays, Oxford 1914) hat er aus Salpeter, Kohlenpulver und Schwefel eine explosible Mischung wohl zufällig hergestellt und die Explosion des Gemisches beobachtet. Die Zusammensetzung des Gemisches hat er anagrammatisch mitgeteilt, wohl um das Geheimnis nicht allgemein zugänglich zu machen und Schwierigkeiten bei der kurz zuvor gegründeten Inquisition wegen dieser gefährlichen Kunst zu vermeiden. (J. Würschmidt, Mon.-Hefte f. d. nat. Unterr. 1915, 264.)

[813] Nach E. v. Lippmann ist dies jedoch nicht zutreffend.

[814] Die Feuerwaffe wurde sehr wahrscheinlich in Deutschland erfunden. Ihr Erfinder ist nicht bekannt. Sicher ist nur, daß sich die neue Erfindung im 14. Jahrhundert schnell durch ganz Europa bis nach Asien verbreitete. Ariost wütet im »Orlando furioso« gegen die »verruchte, dumme Teufelskunst«, von der er sagt:

»Durch dich ging jeder Waffenruhm verloren,

Die Ritterehre ward zum eitlen Dunst!«

[815] Das Buch war eine der Enzyklopädien des Mittelalters. Es entstand im Anfang des 15. Jahrhunderts. Columbus wurde dadurch mit der Ansicht des Aristoteles und des Strabon bekannt, daß die Ostküste Asiens durch eine Fahrt nach Westen zu erreichen sein müsse.

[816] Tschackert, Peter von Ailly. Gotha 1877. S. 335.

[817] Siehe K. Werner, Die Kosmologie und allgemeine Naturlehre des Roger Baco. Wien 1879.