»Nun sterb' ich gern,« hauchte der Jüngling, und erfaßte seines Vaters Hand.
»Sterben, William? Thorheit – komm, sei ein Mann; steh' auf, komm, ich helfe Dir,« und mit Todesangst im Blick, versuchte er den Verwundeten zu unterstützen.
»Vater, Du thust mir weh!« seufzte dieser.
»Um Gotteswillen, wo fehlt es Dir denn?« fragte der alte Mann, jetzt wirklich zum ersten Mal die Möglichkeit vor Augen sehend, daß sein Sohn zum Tode verwundet sein könne.
»Hier,« sagte dieser, indem er auf seine rechte Brust zeigte – »hier – es ist Alles aufgerissen, im Rücken sticht es auch recht – und – die Mosquito's sind so bös.«
»William,« fragte der Vater in seiner Herzensangst, »kannst Du reiten?«
Der Sohn schüttelte traurig den Kopf.
In Todesangst rang der Vater die Hände und stöhnte endlich mit leiser, drängender Stimme:
»Aber hier kannst Du nicht liegen bleiben, William; die Insekten brächten Dich um, kein Mensch könnte Dich pflegen und Du müßtest verschmachten, wenn die Sonne morgen wieder so heiß wie heute brennt. Wir sind aber kaum vier Meilen von unserem Haus, Du weißt, der Bär wandte sich ganz wieder dem Flusse zu und es kann kaum 200 Schritt bis zur Bayou sein. Ich will Dich aufnehmen und tragen; ich thue es gewiß vorsichtig!«
»Ach, ich bin zu schwer für Dich, Vater!« seufzte der junge Mann.