»Ja!« sagte der Aelteste, »ja, sehr gut, Becher voll, sehr gut – aber gleich trinken – dam morgen, morgen anderen.«
»Du bist gescheidt – nein, schlaft nur erst aus,« lautete die Antwort.
»Go to hell!« knurrte jetzt gereizt der Jüngere – »Bleichgesicht cheats – betrügt rothen Mann – Bleichgesicht thut nichts umsonst.«
»Würde schon Uiski geben,« lallte der Andere schluckend, »wenn wüßte – hick – wenn wüßte, was ich weiß – hick!«
»Möglich!« sagte Smith lakonisch.
»Nich möglich!« rief, durch die Ruhe des Weißen gereizt, der Indianer; »nich – hick – nich möglich, gewiß! Indian weiß großes Geheimniß für weißen Mann, dam you – hick – großes Geheimniß von Konzas – hick – aber Uiski, mehr Uiski.«
»No, you d'ont!« lachte der Händler, der nicht anders glaubte, als der Wilde mache ihm hier etwas weiß, um nur noch einen Becher voll Whiskey heraus zu pressen; »Du behältst Dein Geheimniß und ich meinen Whiskey, das wird das Gescheidteste sein.«
»Dam you!« brummte der Wilde; »Ihr gebt ganz Faß voll – hick – vor Geheimniß – weißer Mann – hick – ugh – ganz zwei Faß voll – hick – weißer Mann unter Indian – ugh – sieht gut – hick – sieht gut aus – hick – großer Krieger – hick – hahahaha – wohl auch Faß voll werth – hick?«
Der Jüngere, der doch nicht so ganz trunken sein mochte, als sein älterer Gefährte, und vielleicht eine Art Ahnung hatte, wie Jener durch sein Schwatzen sie beide in Unannehmlichkeiten verwickeln könne, ergriff seinen Arm und suchte ihn fort zu ziehen; der aber stieß ihn mit mürrischem Fluche von sich.
»Dam you! – mehr Uiski – haih!« Und sein gellender Schlachtschrei tönte die ganze Straße hinab, daß die Kinder im Spielen aufhörten und die Einzelnen, die in dem mehr und mehr anbrechenden Abend noch draußen vor den Thüren weilten, überrascht die Köpfe hoben, dem unheimlichen Tone, der vielleicht bei Manchem gar trübe Erinnerungen in's Gedächtniß zurück rief, zu lauschen.