„How d’y do“ lautete die kurze Antwort, der Judge drehte den Kopf ein klein wenig herum, zu sehen wer der Kommende wäre, und fiel dann in seine alte Lage zurück.

„Judge, ich bin hier, um den Spanier José Tonguras zu verklagen, der mir meine sämmtlichen Maulthiere vorenthält, während ich beweisen kann, daß sie sich zu gleicher Zeit, wenigstens die meisten davon, in seiner eigenen Fenz befinden.“

Der Richter drehte hier wieder den Kopf, visirte das Spuckkästchen, nach dessen Richtung hin Kadisch stand, und spritzte den gelben Saft zwischen seinen Zähnen durch so dicht an dem Knie seines Besuchs vorbei, daß dieser erschreckt davor zurückfuhr. Es war aber nicht die mindeste Gefahr, und das Kästchen richtig getroffen worden. Der Richter schien aber die Befürchtung die er erregt, gar nicht zu achten, sondern benutzte nur die günstige Gelegenheit, da er seinen Mund gerade von Tabakssaft frei hatte, und frug den Kläger:

„Hat José — wie heißt der Kerl?“

„José Tonguras —“

„Ahem — hat er Geld?“

„Er ist ansässig hier und wohl 10,000 Dollar werth,“ lautete die befriedigende Antwort.

Der Richter blieb jetzt eine Weile, ohne fernere Antwort zu ertheilen, in nachdenkender Stellung auf dem Sopha liegen, zielte dann wieder nach dem Spucknapf, während dießmal der Deutsche aber aus dem Weg trat, da er doch nicht wußte ob der Schütze jedesmal schwarz treffen würde, klingelte dann, und sagte zu dem eintretenden Constable:

„Bitte, Mr. Brown, rufen Sie mir doch einmal den Sheriff herüber.“

Als sich der Constable entfernt hatte, ließ sich der Richter die ganze Sache mit den Maulthieren ausführlich von dem Kläger erzählen, der ihm das so kurz wie möglich, aber klar und deutlich auseinandersetzte.