„Um Gottes Willen, grabt ihn aus, Leute!“ schrie Starke, der den Kopf schon verloren hatte, und in Todesangst um den vermeintlich Erstickenden war.
„Ja, aber wenn er verschüttet wäre, könnte er doch nicht schreien!“ rief Fischer und machte einen neuen verzweifelten, wenn auch wieder vergeblichen Angriff auf die strampelnden Schuhe.
„Es liegt ’was auf ihm!“ sagte Fuchs, der sich indessen auf die Kniee geworfen und da hinein geschaut hatte wo Johnny steckte, „er hat einen großen Stein auf dem Buckel.“
„Und das ist es auch!“ rief Fischer — „ich hab’s ihm noch vorhin gesagt. Johnny — o, Johnny! kannst Du noch Athem holen da unten?“
„Hülfe — Hülfe — der ganze Berg liegt auf mir!“ schrie Johnny.
„Nun schreien kann er noch for sure,“ sagte Erbe, der jetzt ebenfalls herangekommen war, und mit den Händen in den Taschen daneben stand, „das spricht für die Lungen.“
Fischer, Hilgen und Fuchs hatten indessen einen Versuch gemacht unter die Bank nachzukriechen, und das, was auf Johnny gefallen sein mußte, von ihm herunter zu wälzen. Allein das Unternehmen erwies sich als gänzlich unausführbar, und Johnny, der indessen seine Besinnung in etwas wiedergefunden hatte, erklärte nun unter einem mäßigeren Stöhnen, es liege ihm eine Last von zwischen vier- bis fünftausend Pfund auf den Schultern. Wenn sie ihm die nicht herunter bringen könnten, müßte er, wo er wäre, elendiglich verhungern.
„Das wäre stark,“ sagte Erbe kopfschüttelnd und fuhr dann in seinem Kauderwelsch fort — „ich hab’s ihm aber lange gesagt, er sollte care taken wie er da immer unter kraust — jetzt hat er’s geketscht. Wenn wir ihn nur ’rum türnen könnten.“
Hilgen wollte jetzt mit hinunter kriechen, um noch einmal zu sehen, ob er die Last von Johnny abwälzen könnte. Seine Frau hatte ihn aber an dem einen Bein erfaßt, ehe er nur halb verschwunden war, und zog ihn mit Fischer’s Hülfe gleich darauf wieder an’s Tageslicht. Sie gab ihm dabei lebhaft zu verstehen, daß er da unten gar nichts zu suchen hätte, wo er sich am Ende auch noch mit verschütten ließe.