Johnny nahm eine der alten auf dem Tische herumliegenden Karten und schrieb mit kühnem Zuge den Namen, den er dann Fischer hinhielt. Dieser las:

„Jean — Stu — Stuhlbein — bei Gott!“ rief er laut auflachend — „und wie sprachst Du das aus, Johnny?“

„Well!“ meinte Erbe, und durch das breite dicke Gesicht zuckte es ihm nach allen Seiten hin — „das ist doch am Ende ein deutscher Name — Jean heißt ja wohl Hans?“

„Laßt mir Napoleon zufrieden,“ rief aber Fuchs dazwischen, während der Kleine finster die Brauen zusammenzog — „es ist heute sein Geburtstag, und da dürfen wir ihn nicht ärgern. Wir sitzen aber meiner Meinung nach verdammt trocken hier — hallo Jean, was sagst Du dazu?“

„Nun,“ sagte Johnny, dadurch freundlicher geworden und die Broche verschwand hinten am Hut, „dann, denk’ ich, bleiben wir jetzt bei französischem Weine — der Medoc, den Drewler hier hat, ist wirklich ausgezeichnet und auch billig — nicht wahr, Drewler, nur fünf Dollar die Flasche?“

„Kann’s wahrhaftig nicht unter sechs, Mr. Johnny,“ sagte aber dieser achselzuckend — „die Fracht ist zu enorm theuer hier herauf, und der Wein jetzt auch schwer zu bekommen in San Francisco.“

„Eh bien! dann geben Sie uns einmal — wie viel sind wir, sechs — eh bien! sechs Flaschen Medoc, setzen Sie’s nur mit auf meine Seite zu dem übrigen — es ist heute mein Tag. Ich glaube, Mr. Erbe’s Geburtstag ist heut in acht Tagen.“

„Meiner?“ sagte Erbe schnell und erstaunt aufsehend, „yes, wenn ich auf solche Art dazu komme, als wie Sie hinte, dann könnt’s passiren — sonst weiß ich gar nicht ob ich wirklich einen habe.“

„Das wäre mir aber lieb,“ lachte Fischer mit seiner feinen Stimme, „nicht wahr, Johnny, dann könnten wir ihm einen geben — dann taufen wir ihn, wenn wir gerade einmal durstig sind.“