„Wenn dann alle Heiden so schnell gebapteist würden,“ sagte Erbe, die rechte Hand aus der Tasche nehmend, denn der Wirth setzte eben ein Glas vor ihn hin, „dann sollten bald keine Ungläubigen mehr existiren.“

„Der Erbe mißhandelt doch das Deutsch auf eine schmähliche Weise,“ lachte Johnny und schenkte sich sein Glas voll. Erbe aber, der ebenfalls solcher Art sehr angenehm beschäftigt war, sah mit einem höchst trocknen Blick, die linke Hand aber dabei noch immer in der Tasche, nach Johnny hinüber und sagte:

„Na heren Se Mister Stuhlbeen.“

„Wißt Ihr denn, wie es Kramer und Schütten gestern Nacht hier oben in Creek ergangen ist?“ fragte Starke, der bis jetzt kein Wort gesprochen hatte, „vorhin beim Essen kam Louis von oben herunter und erzählte uns die Historie.“

„Wie denn?“ forschte Hilgen. — „Die machen famos aus da oben, und sollen ein höllisch reiches Loch in Arbeit haben.“

„Na, also gestern,“ berichtete Starke, „hatten sie wieder hinunter gegraben, bis sie auf die grüne Lehmerde kamen, die hier ja auch am reichsten ist und wo das Gold eigentlich erst drin liegt. Weil es dunkel wurde, ließen sie ihr Werkzeug drin und gingen nach Haus, am nächsten Morgen das Gold herauszusuchen. Wie sie aber heute Morgen wieder an ihren Fleck kommen, hatten sie das gar nicht mehr nöthig, denn das Nest war beinah leer, das gröbste wenigstens Alles rein herausgelesen.“

„Da müssen sie doch die Erde mit fortgenommen haben,“ sagte Fischer.

„Bewahre, bei Licht haben sie’s gethan,“ rief Starke, „ein halbes Licht hatten sie drin vergessen, das lag noch in der Ecke und die Fußspuren waren überall abgedrückt.“