„Schon diese Frage ist eine Beleidigung, Fischer!“ rief Johnny dagegen, der indeß den ersten Kork hoch in die Zeltspitze hineinsandte. „Bürger Hilgen hat jetzt das Wort. Ich sehe, daß er vor Begierde brennt, seine aufrichtige Mittheilung zu machen.“

Hilgen sah sich in eine peinliche Bedrängniß versetzt, denn wußte er wirklich eine hoffnungsvolle Stelle, so durfte er sie schon seiner Frau wegen keinem Anderen verrathen. Vor allen Dingen trank er einmal. Dann sagte er halb lächelnd, halb ernsthaft:

„Aber so treibt doch keinen Unsinn. Wenn ich einen reicheren Platz wüßte, da blieb ich ja doch nicht hier sitzen, sondern ginge gleich auf und davon.“

„Das scheint natürlich,“ sagte Starke.

„Ja aber Herr Hilgen,“ — fuhr Fischer fort — „Sie haben ja auch heute wieder aufgehört hier zu arbeiten, werden Sie denn da morgen wieder anfangen? an diesem selben Creek?“

„Du lieber Gott,“ erwiederte Hilgen und ließ sich sein Glas von Neuem vollschenken, „das weiß ich wahrhaftig nicht. Ich hatte eigentlich Lust, einmal prospectiren zu gehen.“

„Also Bürger Hilgen,“ fuhr Johnny aufstehend und die Hand feierlich gegen ihn ausstreckend fort, „so leugnen Sie hiemit jede Wissenschaft irgend eines aufgefundenen oder auch nur, vermutheten außergewöhnlich reichen Goldnestes?“

„Aber ich weiß ja wahrhaftig gar nicht was Ihr redet,“ klagte Hilgen, „Ihr seid wohl verrückt geworden.“

„Um ganz sure zu gehen,“ meinte Erbe, „könnte man ihm ja nur einmal einen Schwur abtäken.“

„Halt,“ sagte Johnny, den Arm emporwerfend und mit einem plötzlichen Ruck die Broche seines Hutes grade über das linke Ohr bringend, „noch wollen wir nicht anfangen an der Menschheit zu verzweifeln, noch haben wir keine Ursache, Hilgen so schmählich zu mißtrauen.“