„Ihr mißtraut dem Glück des Gentleman da, Señor,“ lächelte der Spieler, die Karten fest und ruhig mit der linken Hand umspannt, den eigenen Blick aber forschend auf die Augen des Californiers geheftet.
„Quien sabe?“ murmelt dieser gleichgültig, aber — seine Karte hat gewonnen.
„Teufel,“ zischte der junge Spieler zwischen den fest zusammengebissenen Zähnen durch, und die Hand suchte in krampfhafter Hast in seinen Taschen nach anderem Gold — umsonst — nicht in der — nicht in der — „Fort — gestohlen!“ stammelt er dabei vor sich hin, und die stieren Blicke schweifen mißtrauisch und scheu dabei von Einem zum Andern der ihn dicht Umdrängenden. Er begegnet nur gleichgültigen oder spöttischen Mienen.
„Kommt, Fremder — wenn Ihr nicht mehr spielt laßt einem Anderen den Platz!“ sagte ein in ein blaues, schmutziges und zerrissenes Staubhemd gekleideter bärtiger Gesell, dem der arg mitgenommene zerknitterte Filzhut seitwärts auf dem wirren Haar sitzt — „es scheint mir, Ihr seid fertig.“
„Ich stehe hier so lange als es mir gefällt.“
„Bitte, Sir, wenn Sie nicht mehr spielen, geben Sie Anderen Raum,“ — sagte aber auch jetzt der neben ihm sitzende zweite Spieler gleichgültig — „unser Tisch ist überdies gedrängt voll.“
„Ich bin bestohlen worden,“ — ruft der junge Mann jetzt, einen ingrimmigen Blick dabei auf den im Staubhemd werfend — „schändlich, niederträchtig bestohlen worden.“
„Dann sieh mich nicht so dabei an, mein Bursch, wenn ich bitten darf,“ sagt der im Staubhemd ruhig.
„Ich sehe an, wen ich mag!“ — trotzte der Aufgeregte — „und wer den Blick nicht ertragen kann, der sehe weg.“
„Platz da!“ — brummte der Miner im Staubhemd, den Kopf halb zurückdrehend zu den hinter ihm Stehenden, und den jungen Spieler mit riesiger Kraft packend, hob er ihn auf und warf ihn hinter sich.