„Wär’ ein gefährlicher Compagnon, Gentlemen, also funfzig Dollar gerade? wird mein Gewinn von vorher wohl wieder in die Brüche gehen. Diese Karte hier, sagen Sie?“

„Die Karte da, ja — die mittelste!“ riefen mehrere.

„Das thut mir Leid, Gentlemen,“ sagte der Spieler achselzuckend — „das hätt’ ich Ihnen aber vorher sagen können, das ist die Zehn. Das Aß liegt hier!“

„Teufel!“ schrieen die Getäuschten, mit dem Fuße stampfend, während die Anderen lachten.

Der Mann in dem schwarzen Frack war indeß von dem Tisch fortgetreten; er hatte nicht wieder gesetzt und — lieferte später das gewonnene Geld zur Theilung im Ganzen, wieder an seinen „Compagnon“ ab.

Aber nicht überall sind die Spieler so glücklich. Dort an den Tisch ist ein Spanier in einer alten zerrissenen Serape, den breiträndrigen Hut tief über die Stirn gezogen, getreten, und folgt dem Lauf des Spiels mit der gespanntesten Aufmerksamkeit.

„Nun, Señor, wollen Sie Ihr Glück nicht versuchen heut Abend?“ — sagte der Amerikaner verbindlich — „weshalb stehen Sie so müßig da?“

„Porque?“ — sagte der Spanier — „ich möchte etwas lernen.“

Das zweideutige Lächeln das dabei um seine Lippen zuckt, gefällt dem Yankee nicht der die Bank hält. Die Spanier sind großentheils abgefeimte Spieler, und besonders mit den Ränken und Finessen des Monte-Tisches genau bekannt. Er zieht vorsichtig ab, denn der dunkelaugige Bursch nimmt ihm die Augen nicht von den Fingern.