»Lieber wär's mir, sie hörte gerade nicht, was wir mitsammen verhandeln.«
»Schämen Sie sich vor dem Kinde?«
»Schämen? Zum Teufel, nein; ich brauche mich vor keinem Menschen zu schämen, am wenigsten vor meinem eigenen Kind!«
»Nun gut, dann bleibt es dabei. Wann wollen Sie kommen?«
»Je eher die Geschichte abgemacht ist, desto besser,« sagte der Mann, »denn ich halt's so nicht mehr lange aus, und selbst der Karl fängt mir an zu flennen – da muß ein Ende dran. Ich hol' sie auf dem Fleck, wenn's Ihnen recht ist.«
»Mir ist's recht, Baumann, ich werde zu Hause sein. Also sonst haben Sie sich über Alles mit ihr vereinigt?«
»Ueber Alles; es war auch nicht schwer. Sie hat kein Wort dazu gesagt und war mit Allem einverstanden. Es liegt auch nicht in ihrer Natur, zu widersprechen.«
»Schön, dann holen Sie Ihre Frau und das Kind; ich hoffe, daß wir rasch damit in Ordnung kommen.«
»Gott gebe es!« flüsterte der Mann und schritt starr und eisern aus der Thür hinaus und seiner eigenen Wohnung zu.
Witte ging indessen in seine eigene Wohnung hinüber, um dort ein wenig zu frühstücken. Als er das Zimmer seiner Frau betrat, stand diese am Fenster und sah auf die Straße hinaus.