»Aber spätestens am Sonntag. Ich möchte Sie so gern dabei haben, wenn ich meine kleine Maschine arbeiten lasse. Die Kathinka versteht eben gar nichts davon und freut sich nicht halb so viel darüber, als ich gern möchte.«
»Ich freue mich, ja gewiß, wenn ich sehe, daß es Dir Freude macht, Benno.«
»Ja, nur mir zu Liebe,« sagte Benno mit einem fast noch kindlichen Schmollen, »aber nicht über die Sache selber. Das habe ich wohl gemerkt.«
»Aber ich verstehe es ja auch nicht, lieber Benno; ich bin solch ein armes, unwissendes und dummes Ding.«
»Glauben Sie es ihr nicht, Baumann, das ist nicht wahr,« sagte Benno schnell. »Sie ist gar nicht so dumm und versteht Manches so gut, daß ich selber oft darüber erstaunt bin. Aber sie zankt immer mit mir, wenn ich einmal ein wenig lange bei meinen Berechnungen gesessen habe, und will mir nicht recht geben, daß das meine größte Erholung ist.«
»Aber der Arzt hat es Ihnen doch auch verboten,« sagte Baumann.
»Ach was, der Arzt!« rief Benno heftig. »Der glaubt auch, daß ich krank, ganz gefährlich krank wäre! Aber es ist gar nicht wahr! Ich fühle mich heute so wohl und leicht, daß ich tanzen möchte!«
»Gott gebe, daß es immer so bleibt!«
»Es wird schon. Sie sollen einmal sehen, Baumann, was wir Beide noch Alles zusammen bauen werden, und wenn Sie erst selbstständig sind, haben Sie auch nachher mehr freie Zeit. Nicht wahr, das geschieht bald?«
»In den nächsten Tagen, hoffe ich.«