»Geld allerdings.«
»Das konnte ich mir denken; aber wofür schon wieder?«
»Ich muß den Fuchs bezahlen.«
»Und was kostet der?«
»Zweihundert Louisd'or.«
»Bist Du wahnsinnig?« rief der Vater, indem er vor ihm stehen blieb und dabei eine alte, verräucherte Silhouette fixirte, die gerade über ihm hing. »Und wer heißt Dich jetzt ein so theures Pferd kaufen? Konntest Du nicht warten?«
»Nein, denn wenn ich nicht rasch zugriff, hätte ihn Graf Bentheim gekauft; er hatte schon darauf geboten. Es ist ein prachtvolles Pferd.«
»Dann sieh' auch zu, wie Du ihn bezahlst,« knurrte der Vater und setzte seinen Spaziergang fort. »Der Verkäufer mag bis zum Termine warten; ich habe kein Geld.«
»Das geht nicht, Vater,« sagte Bruno ernsthaft, »ich muß das Geld bis spätestens morgen Abend sechs Uhr schaffen; denn ich habe mein Ehrenwort gegeben und in der Stadt schon umsonst Himmel und Hölle aufgeboten, um das Capital nur für menschliche Zinsen zu bekommen.«
»Weshalb giebst Du Dein Ehrenwort in Geldsachen?« sagte der Vater finster. »Jetzt sieh', wie Du es einlösest; ich kann Dir nicht helfen.«