»Nicht böse, Mütterchen, nicht böse, es war ja gar nicht so gemeint!«
»Mit was für einem Lieutenant?« fragte der Vater.
»Ach, mit Herrn von Wendelsheim, Papa; er tanzt so wundervoll, Du kennst ja doch den Lieutenant von Wendelsheim?«
»Sollte es denken,« sagte der Vater und nickte dabei still vor sich hin; »aber das ist so in der Welt: die fadesten Menschen haben es gewöhnlich am besten in den Füßen.«
»Aber er ist gewiß nicht fade, Papa; er spricht so interessant und versteht Alles so aus dem Grunde.«
»So?« sagte der Vater und sah dabei seine Tochter scharf an. »In der That? und über was hat er mit Dir gesprochen, wenn ich fragen darf?«
»Ih nun,« erwiederte Ottilie und wurde in dem Augenblick wirklich feuerroth, »eigentlich über Alles. Ueber Concert und Theater, über die jetzigen Moden – über....«
»Pferde,« ergänzte der Staatsanwalt trocken.
»Er hat mir allerdings von dem wilden, prachtvollen Fuchs erzählt, den er jetzt reitet.«
»Und was er kostet....«