»So? Na, da lassen Sie einmal hören. Wie mir Ottilie neulich sagte, sind Sie ja jetzt Ihr eigener Herr geworden, wie?«

»Allerdings, und das – auch eigentlich die Ursache, weshalb ich zu Ihnen komme...«

»So? Doch keine Schwierigkeiten in der Stadt? Die wollten wir bald klar bekommen.«

»Nein, Herr Witte – eine – Familienangelegenheit....«

»Eine Familienangelegenheit?« sagte der Staatsanwalt etwas gedehnt, und zum ersten Mal flog sein Blick über des jungen Mannes sonntägliche Kleidung; auch die Glacéhandschuhe war er nicht an ihm gewohnt. »Und die betrifft, wenn ich fragen darf?«

»Sie selbst.« – Fritz war in Gang gekommen, und jetzt half ja doch kein längeres hinter dem Berge halten.

»Mich selbst?« lachte Witte. »Sie wollen mich doch nicht selbst bei mir selber verklagen?«

»Nein, Herr Witte,« sagte Fritz ernst, aber freundlich; »aber Ihre Meinung wollte ich in einer Sache hören, die mich sowohl als Sie betrifft.«

»Und die wäre?« fragte Witte, und sein erster Verdacht wurde durch die Aeußerung nur bestärkt – er hatte einen Freiwerber vor sich.

»Ich wollte Sie um die Hand Ihrer Tochter bitten,« platzte denn auch der junge Baumann ohne Weiteres heraus.