Damit nahm er die Kleine auf den Schooß und ließ sich neben dem Tische nieder, wo ihm Fritz, der die Maschine in Bewegung setzte, den Mechanismus erklärte.
Der alte Mann begriff das auch leicht genug, schüttelte aber doch dazu mit dem Kopf und sagte: »Hübsch ist das Ding, das läßt sich nicht leugnen, auch sinnreich erfunden und einfach ausgeführt; aber mir thut's immer leid, wenn ich solche Arbeiten sehe und an die Zeit und Mühe denke, die darauf verschwendet wurde. Die Bewegung ist da, aber die Kraft fehlt, um die Bewegung nutzbringend zu machen und Wasser und Feuer bei unseren Gewerken ersetzen zu können; und so lange wir die Kraft nicht hineinzulegen vermögen, bleibt die ganze Geschichte doch immer weiter nichts als eine hübsche Spielerei.«
»Aber auf Weiteres macht sie ja auch keinen Anspruch, Vater.«
»Und wo willst Du jetzt damit hin?«
»Zum alten Salomon, dem das Werk gehört, oder gehörte, denn er hat es, wie er mir sagte, schon an einen Engländer, aber nur unter der Bedingung verkauft, daß es wieder vollkommen in Stand gesetzt würde. Das ist jetzt geschehen, und er möchte es gern so bald als möglich abliefern.«
»Wo warst Du heute den ganzen Nachmittag?«
»Draußen in Schloß Wendelsheim. Der junge Baron Benno ist heute Morgen gestorben; ich wollte ihn gern noch einmal sehen.«
»Wer ist gestorben?« fragte die Mutter, die in diesem Augenblick wieder in's Zimmer trat und die letzten Worte gehört hatte.
»Der junge Benno von Wendelsheim, Mutter.«
»Und Du warst draußen bei ihm? Was hattest Du dort zu thun?« fragte die Frau rasch.