»Hoho!« rief Tobias, leicht gereizt, »ich weiß mich wohl in jeder Gesellschaft zu benehmen, und du hast noch gar keine Ursache gehabt, mir das unter die Nase zu reiben.«

»Puh, Tobi, schwatz' von nichts, wovon du nichts verstehst,« sagte Mühler, der keineswegs trunken, aber durch den Wein gesprächig geworden war. »Was ich unter Gesellschaft verstehe, ist etwas ganz anderes – nicht das, was du meinst, wo zehn oder zwanzig oder dreißig Personen zusammenkommen und sich um die Tische herumsetzen und ihr Bier trinken. Kannst du aber – Donnerwetter, die Flasche ist schon wieder leer – he, Wirtschaft! – kannst du auf dem Kopfe stehen?«

»Ich?« sagte Tobias, ihn mit einem entsetzlich verblüfften Gesicht anstarrend, »ich weiß nicht – ich habe es noch nicht versucht.«

»Ist auch gar nicht nötig, Kamerad, denn du kannst's doch nicht,« sagte Mühler, »und das ist noch das Leichteste dabei. – Hast du neulich gesehen, was für Kunststücke die drei Burschen machten, die hier im Dorfe waren?«

»Von denen der eine die Leiter hinauflief, ohne daß sie jemand hielt?«

»Ganz recht, und das sind noch Spielereien, denn sie riskieren nichts dabei, als vielleicht einmal, wenn es mißglückt, auf den Hintern zu fallen.«

»Aber was hat das mit dir und – mit dem Baron da oben zu schaffen?« sagte Tobias, der aus den Worten seines Nachbarn nicht recht klug wurde.

»Kannst du das Maul halten?« fragte Mühler leise.

»Das kann ich,« versicherte Tobias, wirklich froh, endlich einmal etwas zu finden, was er wirklich zu können glaubte.

»Gut,« sagte Mühler, »das ist manchmal schon viel wert – da kommt aber der Wirt wieder – der braucht nichts zu wissen.«