»Wie das Grab,« sagten alle drei feierlich.

»Auf dem Gute des Grafen von Geyerstein.«

»Es ist nicht möglich,« platzte Fräulein von Zahbern heraus, während Herr von Silberglanz ebenfalls einen Ausruf des Staunens nicht unterdrücken konnte.

»Nicht möglich, meine Gnädige?« lächelte von Zühbig. »Ich gebe Ihnen mein Wort, und es ist das Wort eines Mannes, der Erfahrung in der Welt gesammelt hat. Es existiert außerordentlich viel Unmögliches in eben dieser Welt.«

»Und ich sehe daran eben gar nichts Außerordentliches,« bemerkte seine Frau. »Geyerstein hat sich in die Bertrand vergafft – das wußten wir schon damals, nur daß er den Mann mit auf das Gut nimmt, ist etwas außergewöhnlich – und selbst das vielleicht nicht einmal,« setzte sie achselzuckend hinzu.

»Bertrands auf dem Gute des Grafen Geyerstein,« wiederholte noch einmal Fräulein von Zahbern, als ob sie die Worte in einer Verzückung spräche – was Frau von Zühbig gesagt, hatte sie gar nicht gehört – »und wissen Sie das ganz gewiß?«

»Ich weiß nicht, ob Sie das gewiß wissen nennen können, meine Gnädige,« erwiderte lächelnd Herr von Zühbig, »aber ich habe mit ihnen zu Abend gespeist, habe dort übernachtet und gefrühstückt, und bin von Monsieur Bertrand oder vielmehr Baron von Geyfeln noch ein Stück begleitet worden.«

»Baron von Geyfeln?« fragte Frau von Zühbig, »wer ist das nun wieder? Den Namen kenne ich ja gar nicht.«

»Nun, ma chere, die Sache ist sehr klar. Den Namen Bertrand braucht die Familie nicht mehr und nennt sich einfach jetzt: von Geyfeln.«

»Monsieur Bertrand?« rief die gnädige Frau entrüstet, »aber das darf er ja gar nicht. Wie kann sich der Mensch Baron nennen?«