»Da war ja aber von mir noch immer keine Rede.«

»So? aber kurz vorher hatte sie mich gefragt, ob ich einen gewissen Baron von Silberglanz in der Residenz kenne, und als ich es bejahte und ihr versicherte, daß er zu meinen speziellen Freunden gehöre, wurde sie so rot, wie Blut nur machen kann.«

»In der Tat?«

»Und als ich fortging und uns ihr – Mann einen Augenblick verlassen hatte, trug sie mir wohl keinen Gruß an Sie auf, he? und hat mir wohl nicht dabei freundlich gesagt, ich möchte den Namen ihres stillen Aufenthalts Schildheim nicht vergessen?«

»Hat sie das in der Tat?« sagte von Silberglanz, und wie in Gedanken leerte er sein Glas Madeira und schlug mit dem Messer daran, es von dem herbeischnellenden Garcon wieder füllen zu lassen.

»Ich denke doch,« sagte von Zühbig, als der Kellner mit dem Glase durch die Büfettür verschwunden war, »daß eine Dame eigentlich nicht gut mehr zu verstehen geben könnte.«

Baron von Silberglanz schüttelte lächelnd mit dem Kopfe. »Und doch haben Sie die Donna falsch verstanden,« sagte er, »sie hat mich auf keinen Fall damit gemeint – wahrscheinlich den Grafen selber. Sie weiß, daß Sie mit ihm befreundet sind, und wünscht, allem Vermuten nach, ihn auf eine feine Weise wissen zu lassen, daß sie – eben Langeweile hat.«

»Lieber Freund!«

»Ich gebe Ihnen mein Wort, nicht anders. Und wenn's wirklich anders wäre, was hilfe es mir. Jener Ort – Schildheim nannten Sie ihn?«

»Jawohl.«