»Ja, Herr Verwalter,« sagte der Schulze, »wir wollen eben fort und ihn suchen.«
»Dann geht vor allen Dingen einmal am Bache hinauf,« sagte der Verwalter, »ihr wißt, dort, wo das Wasser die scharfe Biegung macht und die beiden Steine stehen, auf denen früher einmal eine hölzerne Bank lag.«
»Ist er dort?« riefen einige durcheinander.
»Das weiß ich nicht,« sagte der Verwalter, »aber als ich gestern abend dort hinauf ging, um nach den Kopfweiden zu sehen, fand ich nicht weit vom Ufer einen alten Hut, der recht gut dem Tobias gehört haben kann. Ich habe allerdings nichts weiter von ihm gesehen und mich gestern abend, an keinen Unfall denkend, auch nicht länger dort aufgehalten, denn das Wetter war mir zu schlecht; aber ich fürchte fast, wenn ihm irgend etwas zugestoßen ist, war's an der Stelle. Ist's euch recht, gehe ich mit, und finden wir dort nichts, so könnt ihr euch ja nachher noch immer einteilen und die Nachbarschaft ordentlich absuchen.«
Gegen den Vorschlag ließ sich nichts einwenden, gab er ihnen doch ein bestimmtes Ziel, und die ganze Schar brach lärmend auf, den bezeichneten und nicht sehr entfernten Platz, den sie alle recht gut kannten, sobald als möglich zu erreichen. Als sie vor das Wirtshaus kamen, sahen sie einen fremden Herrn, der allein den Weg zum Gute einschlug.
»Wer ist das, Verwalter?« fragte diesen der Schulze.
»Ich weiß es nicht,« lautete die Antwort. »Jedenfalls ein Fremder, der den Baron zu sprechen wünscht – da kommt er aber zu spät, denn der ist heute morgen verreist.«
»Vielleicht ein Bekannter von der Herrschaft?«
»Möglich.«
»Er ist vor etwa einer Stunde aus dem Lande unten heraufgekommen,« sagte einer der Bauern, »muß auch wohl etwas hier im Orte zu tun haben, denn sein Kutscher sagt, daß er einen Tag hier bleiben wolle.«