»Mach', daß du bald kommst,« erwiderte Georg, indem er durch die ihm bezeichnete Tür verschwand. Karl blieb noch einen Augenblick stehen.

»Alle Wetter,« dachte er bei sich, »der Herr sieht genau so aus wie der famose Kunstreiter Monsieur Bertrand, und mein Herr und er duzen sich?«

»Nun, auf was wartest du?«

»Halten zu Gnaden!« rief Karl erschreckt, »soll ich sie hereinführen?«

»Es sieht hier freilich ein wenig wild aus, aber die besseren Zimmer sind besetzt. Wenn sie einen Junggesellen besucht, muß sie fürlieb nehmen, wie sie es findet. Bitte sie, näher zu treten. – Apropos, den Jäger, der mit – dem Herrn gekommen, bringe mir gut unter, und sorge, daß es ihm an nichts fehlt. Wenn alles in Ordnung ist, soll er herauf zu mir kommen; ich will mit ihm sprechen. Noch eins – der Johann muß dann gleich auf den Bahnhof, um ein Pferd dort abzuholen.«

»Sehr wohl!«

Karl verschwand durch die Tür, die sich bald darauf wieder öffnete, und eine Dame trat herein und ging auf Wolf zu.

»Gnädige Frau,« sagte dieser, »Sie haben gewünscht...«

Die Dame stand mitten im Zimmer und sah ihn lächelnd an.

»Heiliger Gott!« fuhr Wolf erschreckt empor. »Mutter – du?«