»Brauchen gar nicht zu wissen, daß das nicht eine schon seit Monaten zwischen uns abgemachte Sache gewesen. Ist die Familie drüben? Ja? Ich bin gleich wieder da!«

Wie der Blitz fuhr er zur Thür hinaus und kam nicht zwei Minuten später mit den erstaunten Eheleuten in's Zimmer, wo Helene noch immer rathlos, keines Gedankens fähig, stand.

»Liebe Frau Rohrland – lieber Herr Rohrland – ich habe hier das Vergnügen, Ihnen die künftige Gräfin Rottack vorzustellen. – Liebe Helene, thu' mir den einzigen Gefallen und ziehe ein freundliches Gesicht, die Herrschaften glauben sonst, es wäre eine gezwungene Heirath.«

»Aber liebe, beste Helene!« rief die junge Frau und flog dem Mädchen in die Arme.

»Wissen Sie, das können Sie Alles nachher beim Packen abmachen,« sagte Felix – »das Boot wartet unten auf uns, aber die Ebbe nicht, und wir dürfen Könnerns nicht allein fahren lassen. Nicht wahr, Sie helfen Helenen packen und begleiten sie dann hinunter, liebe, liebe Frau Rohrland?«

»Ja, von Herzen gern, aber ...«

»Gar kein Aber – ich schicke Jeremias im Sturmschritt mit dem Karren herauf, bis dahin sind Sie fertig. Nicht wahr, Sie kommen dann mit ihr an die Landung?«

»Ja, von Herzen gern – aber diese Hast ...«

»Erspart eine Masse von Weitläufigkeiten – lieber Rohrland, auf ein Wort,« und er faßte den ganz verblüfften Mann unter den Arm und führte ihn vor die Thür hinaus.

»In wie weit ist meine Braut noch hier in Ihrer Schuld?«