»Im Hause – ich hab' einen Deutschen mit seiner Tochter dort, und der Mann liegt im Sterben.«

»Im Sterben?«

»Ja – aber jetzt kommt, daß wir den Patron da hinunterschaffen. Wo sind Eure Pferde?«

»Oben am Hang stehen sie und die unglückliche Familie dieses Schuftes sitzt dort ebenfalls.«

»Und hat der Lump auch Familie?« sagte der alte Brasilianer entrüstet; »das ist recht, nur immer gleich Frau und Kinder mit unglücklich gemacht! Und was wird nun aus denen?«

»Sie müssen mit in die Colonie zurück; es sind Deutsche genug dort, die für sie sorgen werden – besser als der da es gethan. Soll ich hinauf und die Pferde lieber holen?«

»Laßt's nur sein, Fremder,« sagte der Brasilianer, »die Familie könntet Ihr doch nicht gleich mitbringen; ich schicke dann vom Hause aus ein paar von meinen Negerjungen hinauf, die das viel besser und rascher besorgen. Aber Ihr blutet ja!«

»Nur ein Ritz; der Schuft stieß mit dem Messer nach mir, als wir ihn fassen wollten.«

»Natürlich – wenn's einmal an den Kragen geht, kommt's nachher auf die Kleinigkeit mehr oder weniger auch nicht an. Also vorwärts, mein Bursche, steh' einmal auf und gebrauch' Deine Spazierhölzer – oder sollen wir Dir Beine machen?«

»Er versteht kein Portugiesisch.«