»Ja, Herr,« sagte Behrens, »sie sollen uns auch wohl noch hungern lassen?«
»Und überarbeiten werdet Ihr Euch nicht?«
»Überarbeitet? man überarbeitet kein Pferd den einen Tag, wenn man es am nächsten wieder brauchen will – übrigens können wir's ertragen. Aber ein Ende möchten wir doch wissen, wann wir je mit unserm Contract zu Ende kommen, denn auf die Art ist keins abzusehen, und wir sind am Ende gar auf Lebenszeit verkauft.«
»Aber, Leute, verkauft hat Euch Niemand,« sagte der Consul; »es war doch Euer freier Wille, als Ihr den Contract unterschriebt und auf ein Schiff gingt.«
»Das schon,« sagte Behrens bitter, »aber wir wußten damals freilich nicht, daß wir hier wie eine Heerde Schaafe auf offenem Markte ausgeboten und verauctionirt werden sollten.«
»Verauctionirt?«
»Ja wohl, Herr Consul; fragen sie die Andern, und im Hafen sind auch noch eine ganze Menge, die Ihnen das bezeugen können.«
»Hm,« sagte der Consul, »das – das hat vielleicht nur so schlimm ausgesehen; aber ich werde mich darnach erkundigen. Habt Ihr Euch über sonst noch etwas zu beklagen?«
»Sonst noch etwas?« sagte Behrens, über diese Ruhe und Gleichgültigkeit erstaunt; »aber ich dächte, das wäre schon genug, wenn man unter den fremden Menschen für Nichts arbeiten soll, und noch nicht einmal die Aussicht hat, etwas zu bekommen. Doch das nicht allein; in unserm Contracte steht, daß ich ein Stück Land zu einem Garten soll angewiesen bekommen, und der Herr hat's mir auch schon versprochen; aber gekriegt haben wir's nicht, und werden's auch nicht kriegen, wenn Sie sich nicht der Sache annehmen und uns zu unserem Recht verhelfen.«
»Ich werde mir den Contract zeigen lassen,« sagte der Consul.