Almeira war aufgestanden und ging mit untergeschlagenen Armen hastig und finster vor sich hinbrütend ein paar Mal auf der Veranda auf und ab.
»Und wenn ich es Ihnen verweigere?« sagte er plötzlich, indem er vor seinem Gast stehen blieb und ihn fest ansah.
»Dann setze ich mich einfach auf mein Pferd,« lächelte dieser, »und reite nach Porto Seguro zurück. Sie haben vollständig Ihren freien Willen.«
Die Worte klangen so harmlos, wie nur möglich, aber selbst die Senhora fühlte, daß ein tieferer und drohenderer Sinn darin lag, und unruhig und scheu flog ihr Blick von einem der Männer zum anderen.
»Weshalb auch nicht,« sagte Almeira plötzlich leichthin und lachend, »die Zumuthung kam mir allerdings im ersten Augenblick sonderbar vor, wenn es die Deutschen aber selber wünschen, sehe ich nicht den geringsten Grund dafür, es Ihnen zu verweigern (der Fremde verbeugte sich leicht) und wenn es Ihnen recht ist, können wir gleich daran gehen, um die unangenehme Sache zu beseitigen.«
»Wie Sie es wünschen, Senhor,« lautete die Antwort, »ich muß Sie dann noch bitten, Einen der Arbeiter dazu zu rufen, weil ich selber doch mit den hiesigen Verhältnissen nicht bekannt bin.«
»Die Leute sind jetzt wieder an der Arbeit,« sagte der Brasilianer kurz.
»Der Eine, der Behrens, den ich vorhin gesprochen, ist zu Haus, weil er sich noch nicht wohl befindet.«
»Das weiß Gott,« seufzte Almeira, »die Familie kostet mich schon viel Geld, und ich wollte, ich hätte sie im Leben nicht gesehen.«
»Wären Sie vielleicht so freundlich, einen Neger hinüber zu senden, es würde die Sache vereinfachen.«