So gingen denn die Beamten williger an ihre Pflicht, als sie es vielleicht unter anderen Umständen gethan hätten, und zwei volle Stunden lang blätterten und rechneten sie in Almeira's Büchern und verglichen zu derselben Zeit mitgebrachte Preiscourante der verflossenen Jahre mit den angegebenen Zahlen.
Das Resultat mußte ein, für den Brasilianer nicht sehr günstiges sein, denn sie schüttelten dabei oft sehr bedenklich die Köpfe. Endlich stand der Eine von ihnen auf, winkte dem Deutschen, ihm zu folgen und schritt mit ihm draußen ein Stück die Straße hinauf, die in das Innere führte.
»Senhor,« sagte er hier, »der von Ihnen angeregte Verdacht war nicht ganz unbegründet –«
»Ich wußte es vorher.«
»Und Senhor Almeira –?«
»Wird ins Zuchthaus wandern müssen.«
Der Brasilianer schwieg eine Weile und sah nachdenkend vor sich nieder, endlich blieb er stehen, sah seinen Begleiter voll an und sagte: »Welchen Zweck verfolgen Sie eigentlich bei der Sache?«
»Welchen Zweck? Nun den, einen Schurken zu entlarven und seiner Strafe zu überliefern.«
»Und diesen wirklich nur allein?«
»Ei, Gott bewahre; die Hauptsache ist, daß diese armen, unglücklichen Menschen, deren Arbeitskraft nicht nur, wie deren ganzes Leben der Bube gemißbraucht hat, wieder freie Menschen und für ihre Arbeit bezahlt werden.«