»Zehn Uhr?«

»Point du tout, zehn Uhr!« versichert Rainer.


Die meisten Jäger schliefen in einer anderen Almhütte, in der noch Heu vorräthig lag, und krochen dort hinein. Der Kammerdiener hatte mit dem Mundkoch sein »Bett« in einer Ecke der Hütte hier gemacht, und während ein Theil der Jäger ebenfalls in's Lager kroch, sammelte sich ein anderer noch um das Feuer, stopfte sich eine frische Pfeife, und sprach sich über seine morgenden Jagdhoffnungen aus.

Auch Jackel hatte, da der Raum frei wurde seine Pfeife wieder frisch gestopft und angezündet, und ging jetzt daran seine nächtliche Arbeit zu beginnen.

Ihm war nämlich das Amt übertragen sämmtliche Schuhe der Schützen wie des Kammerdieners und Kochs zu schmieren und etwa herausgebrochene Nägel, sogenannte Zahnlücken nachzusehn und wieder auszubessern. Das hielt ihn allerdings manchmal bis spät in die Nacht beschäftigt, verhinderte ihn aber nie, Morgens der Erste wieder am Platz zu sein und Feuer anzumachen.

»Nun Jackel, wie ist es den letzten Sommer hier oben gegangen, gut?«

»Ih, muß ja wohl gut sein – ich bin ja halt immer gesund gewesen.«

»Aber er hat Aerger mit seinem Wirth gehabt,« sagt Martin, mit einem Blinzeln des linken Auges, »der hat ihm zu viel für Miethe abgefordert.«