»Und das Andere war ein Graf?« fragte Henriette.

»Was ich Dir sage, Kind, hier habe ich noch seine Karte,« fuhr Fräulein Bassini, in ihrer tiefen Tasche danach suchend, fort; »da, da steht's: Felix Randolph, Graf von Rottack – da steht's gedruckt, und nun wirst Du's doch glauben, Bruder Thomas?«

Pfeffer nahm die Karte, besah sie, schüttelte mit dem Kopf und warf sie dann auf den Tisch. »Und was wollte er eigentlich?« fragte er hierauf.

»Weiter nichts, als sich nach Augusten erkundigen. Er hätte Auftrag, wie er sagte, von seinem Freunde Stelzhammer in Amerika, hier Nachforschungen anzustellen, und wie er erfuhr, daß ich nur die Schwester wäre – denn es scheint, daß er mich für Auguste hielt –, stand er auf und sagte, er würde selber hierher gehen.«

»Zu uns hierher?« fragte die Frau erschreckt.

»Na, er wird uns auch nicht beißen,« brummte Pfeffer; »neugierig wäre ich aber doch, was der Patron, Dein sauberer Mann, eigentlich will. Sollte mich gar nicht wundern, wenn er Geld brauchte und uns anpumpen möchte.«

»Aber Onkel!«

»Liebes Kind,« brummte Pfeffer, »es sind schon närrischere Dinge in der Welt vorgekommen, das wäre nicht das Tollste; komisch wär's aber, so viel ist richtig, und ein Hauptspaß dabei, denn dem Grafen wollt' ich heimleuchten!«

»Wie kannst Du nur so reden, Fürchtegott,« bat die Frau, »weißt Du nicht, daß Du mir entsetzlich weh damit thust?«

»Ach was,« sagte der Mann, aber doch jetzt mit mehr Gutmüthigkeit im Ton, »ich weiß wohl, daß Du immer seine Partei genommen hast.«