»Und wenn ich selber hingehe, jage ich der armen Frau vielleicht den Tod vor Schrecken ein, denn – hübscher bin ich nicht geworden.«

»Hören Sie, Jeremias,« sagte Graf Rottack, nach seiner Uhr sehend, »ich habe etwa noch eine halbe Stunde Zeit und die Sache einmal begonnen. Ich werde allein zu jenem Herrn Pfeffer hinaufgehen und sehen, wie Alles steht.«

»Ach, mein bester, herrlichster Herr Graf, wenn Sie das für mich thun wollten – sehen Sie, schicken Sie mich nachher durch die Hölle, wie den seligen Tamino durch Feuer und Wasser, wohin Sie wollen, ich springe mitten hinein!«

»Aber Alles kann ich doch nicht thun, Jeremias,« sagte Rottack, »ja, im Gegentheil würde meine Gegenwart später nur störend sein – nachher müssen Sie allein gehen.«

»Ja gewiß, mit dem größten Vergnügen!« rief der kleine Mann, dem der Angstschweiß auf der Stirn stand – »erzählen Sie nur vorher die Geschichte; sagen Sie ihr, wie ich geschafft und gearbeitet habe und ein ordentlicher Kerl geworden bin, und bitten Sie, daß sie – nicht mehr böse auf mich ist. und mir wenigstens erlaubt, ihr zu helfen.«

»Sie hatten ein Kind, Jeremias?«

»Ja, ein Mädchen,« sagte dieser kleinlaut.

»Sie wird herangewachsen sein – und kennt den Vater nicht einmal.«

»Lieber, bester Herr Graf, thun Sie mir den einzigen Gefallen und reden Sie nichts weiter, ich verliere sonst das kleine bischen Verstand – es ist wahrhaftig nicht viel, was mir noch übrig geblieben ist – gehen Sie hinauf, ich werde indessen hier unten auf und ab laufen.«

»Aber wo ist denn das Haus?«