»Punkt zehn Uhr morgen früh sind Sie oben – ich habe ihnen das versprochen, denn ich kann bei der Sache nun nichts weiter thun, und um zwei oder drei Uhr kommen Sie dann bei mir vor und sagen mir Antwort, wie Alles abgelaufen.«

»Ach, Du lieber Gott,« seufzte Jeremias, »wenn es doch erst zwei oder drei Uhr wäre, und – was ich noch gleich fragen wollte, die orangefarbene Schwägerin war auch da?«

»Ja, aber ich schickte sie aus dem Zimmer.«

»Und was sagte Pfeffer?«

»Herr Pfeffer scheint ein komischer Kauz zu sein, aber ich glaube, daß Sie sich mit ihm vertragen werden – und nun Ade, Jeremias, ich habe selber zu Hause zu thun und schon zu viel Zeit hier versäumt.«

»Lieber Herr Graf, wenn Sie einmal in ähnliche Verlegenheit...«

»Ich hoffe nicht, Jeremias,« lachte der Graf Rottack laut auf, »wenn aber, so sollen Sie mein Vermittler sein, das verspreche ich Ihnen,« und dem kleinen Mann die Hand zum Abschied reichend, schritt er rasch die Straße hinab.

Jeremias folgte der andern Richtung, um in das Hotel zurückzukehren, wo er augenblicklich wohnte, als ihm plötzlich Jemand in die Ohren schrie:

»Nun, haben Sie die Dame gefunden?«

»Hurrjeh,« sagte der kleine Mann zusammenfahrend, »haben Sie mich erschreckt – ja so, Sie sind der Herr von heute Morgen mit dem Ballanzuge.«