»Ih, seh'n Sie einmal an,« meinte Pfeffer, indem er über Henriettens Schulter wegzusehen suchte, »also eine glückliche Familie – auch eine komische Manier, eine Familie glücklich zu...«

Er kam nicht weiter. Henriette hatte ihm die Hand auf den Mund gelegt und ließ ihn nichts mehr sagen, und Jeremias war aufgestanden, ging auf den Mann zu, und ihm die Hand entgegenstreckend, sagte er gutmüthig:

»Schwager – Schwager Pfeffer, wollen wir nicht auch Freunde werden?«

Fürchtegott Pfeffer legte vorsichtiger Weise seine beiden Hände auf den Rücken, und als ihn Henriette losließ, betrachtete er sich aufmerksam von Kopf bis zu Füßen seinen neuen Schwager und seine Schwester, die, wohl bleich und angegriffen, aber doch mit einem lange vermißten Zug von Glück in ihren milden Zügen auf dem Sopha saß.

»Und sehen Sie da, Herr Stelzhammer, was Sie angerichtet?« sagte er endlich.

»Schwager Pfeffer, gieb mir Deine Hand,« drängte Jeremias.

»Sehen Sie, wie es hier anderen Leuten gegangen, während Sie sich ganz vergnügt in Brasilien und bei der Königin Pomare und Gott weiß wo sonst noch herumgetrieben haben?« fuhr Pfeffer unerbittlich fort.

»Bester Schwager Pfeffer – Bruder – Onkel!« baten jetzt aber Alle miteinander – »gieb ihm die Hand – sei gut mit ihm – er hat ja versprochen, daß er uns Alle lieb haben will!«

»Das dank' ihm der Deubel!« brummte Pfeffer, immer noch in seiner alten Stellung – »und jetzt will er hier bleiben?«

»Er geht nicht wieder fort, Schwager,« sagte Jeremias, »er ist herzensfroh, daß er wieder da ist, und will auch, so weit das nur irgend angeht, gut machen, was er früher einmal schlecht gemacht hat – es thut ihm in der Seele weh!«