»Mit dem Rebe?« sagte die Frau bestürzt.

»Rebe? – Wer ist das?«

»Hm,« brummte Pfeffer, »ein vierter und fünfter Liebhaber, der aus lauter Leidenschaft zur Kunst, weil er auf der Bühne keine Liebhaberin bekommen kann und immer abfährt, unserem Jettchen Schrullen in den Kopf gesetzt hat.«

»Dem Jettchen?«

Pfeffer nickte und summte leise ein Lied vor sich hin.

»Der Rebe,« sagte die Frau, »ist ein braver, anständiger Mensch und ordentlicher Leute Kind, aber blutarm und dabei Feuer und Flamme für's Theater.«

»Hat er denn Talent?«

»Ih nu,« meinte Pfeffer, »so ganz ungeschickt stellt er sich gerade nicht an, und manchmal macht er seine Sache gar nicht so schlecht – verderben thut er wenigstens nie etwas; aber was will das sagen? Eine große Rolle können sie ihm nicht anvertrauen und thun es nicht – Handor spielt sie auch alle allein, – und wenn er's im Leben nicht weiter bringen kann als zu einem so unglückseligen Fach, so hätte er zehntausendmal lieber Schuster oder Schneider werden sollen!«

»Und Jettchen hat ihn gern?«

»Ich fürchte ja,« nickte die Frau, »sie – spricht nicht darüber.«