»Aber, Fürchtegott...«

»Wird schon nicht anders werden, Schwägerin,« lachte jetzt auch Jeremias, indem er auf sie zuging und die Arme ausbreitete.

»Aber so geschwind geht es denn doch nicht,« rief Fräulein Bassini, noch zurückweichend, – »das nehmen Sie mir nicht übel, Schwager, das war doch...« – aber sie kam nicht weiter. Jeremias war nicht der Mann, sich auf solche Art zurückweisen zu lassen, und als Jettchen eben die Thür aufmachte, um dem Vater zu helfen, wenn die Tante vielleicht – wie sie das gar zu gern that – noch etwa Einwendungen zu machen hätte, faßte er sie schon beim Kopfe und drückte ihr einen herzhaften Kuß auf den Mund.

»Aber, Schwager,« rief Fräulein Bassini, »meine Locken...«

»Donnerwetter ja, Junge,« rief Pfeffer, »nimm Dich in Acht; die gehen ab!«

»Du bist ein Grobian, Fürchtegott...«

»Und nun Friede und Freundschaft,« sagte Pfeffer – »komm, sei vernünftig, Lise – der Jeremias war früher ein Leichtfuß und ist jetzt ein ordentlicher Kerl geworden, die Auguste freut sich, daß er wieder da ist, Jettchen auch; also haben wir Beide doch nichts hineinzureden, denn das ist eine Familien-Angelegenheit.«

»Und gehören wir nicht etwa mit zur Familie?«

»Beiläufig ja, aber nie mehr wie nöthig – und nun, Jettchen, wie ist es mit Deinem Essen?«

»Gleich fertig, Onkelchen, ich will nur den Tisch decken – aber mit Tellern wird's heute knapp hergehen; auf so viel Gäste sind wir freilich nicht eingerichtet.«